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Wenn man in St. Lucia in eine
Gaststätte geht, bekommt man ein gutes
einheimisches Bier mit
dem Namen " Piton" angeboten.
Der interessierte
Urlauber weiß sofort ( zu mindestens bis zum fünften
Bier), dass Piton
auch für das Wahrzeichen von St. Lucia steht, sich
in der Flagge wiederfindet
und mit einem herrlichen Ausblick (falls man es bis oben schafft)
belohnt wird.
Egal, Susanne und Edgar bergsteigerisch veranlagt, wollten es wissen.
So segelte die" Juba " nach Soufriere, einem traditionellen
Fischerdorf auf St. Lucia. Nachdem
die Juba an einer Mooring festgemacht war, begann die Crewbesprechung.
Am nächsten Tag
soll es los gehen. Während Susanne und Edgar den Petit Piton
besteigen und Gaby eine
Wegstrecke mitgeht, sollte die Juba in die Rodney Bya
segeln und auf sie warten.
Einen Bergführer kann man in der Bucht ohne Probleme bekommen .
Sie
kommen mit Ihren Booten
längsseits und bieten Bergtouren an.
Unsere drei Abenteurer hatten (
wie sich später herausstellte),
Glück,
als sie sich für Aaron und sein Boot die " Ethopia
" ( fünf Meter lang
und 80 PS Außenborder) entschieden.
Ja und alles kostet Geld.
450 EC-$ für 3 Personen mit dem Boot zum Strand unterhalb des Berges,
Besichtigung des Vulkans
mit Schwefelquellen, Bergführer, Taxi zum Wasserfall
und zurück bis in die Rodney Bay
30 EC-$ für Besichtigung und Führung Wasserfall
36 EC-$ für Besichtigung und Führung Schwefelfelder
Gesamt 526 EC-$ (ca. 150 Euro) also pro Person 50 Euro
Auf dem Bild sehen wir den Petit Piton ( 750 m). Da hinter liegt der
Grand Piton (790m)
Der Grand Piton ist von den Beiden der leichter zu besteigende Berg.
Natürlich haben sich Susanne und Edgar für den Petit Piton
entschieden.
Der Aufstieg hatte unsere beiden Segelfreunde bis an ihre Grenzen
beansprucht. Beim Segeln
bilden sich Segelbeine ( die mit jedem
Urlaubstag ausgeprägter
werden) aber für das Bergsteigen
nicht gerade
förderlich sind.

Egal ,die Juba lag in der Rodney Bay und wartete auf einen mündlichen
Bericht, der am späten
Nachmittag mit dem Eintreffen der Crew wie folgt geliefert wurde:
Der Aufstieg dauerte drei Stunden der Abstieg zwei Stunden. Die
gesamten 750 Höhenmeter
waren sehr steil, teilweise rutschig und glatt kurzzeitig hatte es
geregnet ,was die Sache noch schwieriger machte. Die gesamte Strecke
war nur mit Seilsicherung und Seilpassagen zu bewältigen.
Ab der Shoulder ca. zweidrittel der Strecke sind sechs Seilpassagen
mit
teilweise schlechten Seilen
,davon eine Schlüsselstelle ca. vier Meter glatter Fels ohne Trittmöglichkeit
( nur Armkraft) zu bewältigen.
Kann Segeln nicht schön sein oder doch Bergsteigen oder Beides ?
Einige Tipps von Susanne und Edgar:
erfahrene Klettersteiggeher ( Schwierigkeitsgrad 3 von 6) sollten den
Weg nur gehen
-feste Bergschuhe sind ein muß
-zusätzlich zu den vorhandenen Seilen sollten ein ca. 10 m langes
Seil
mitgenommen werden.
-auf Grund der mangelnden Sicherheit ist eine Begehung offiziell nicht
zu empfehlen.
-wer nur Segelbeine hat, sollte den Grand Piton nicht begehen
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