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Nun haben wir lange
genug die Virgins unsicher gemacht und machen uns Anfang Mai auf den
Weg nach Grenada, um das Schiff dort wieder aus dem Wasser zu
nehmen. Uwe und ich sind allein, wir haben ca.800 sm vor uns. Leider
kommt der Wind zu dieser Jahreszeit aus SO, so daß es bis
Martinique immer gegenan geht .Auf dem Weg dorthin wollten wir
unbedingt Montserrat (eine Insel mit noch tätigem Vulkan) besuchen.
Wir segelten südlich im Abstand von 2 sm an der Insel vorbei, da
jeglicher Schiffsverkehr in1,5 sm verboten war. Bald sollten wir
sehen warum. Auf einmal roch es furchtbar nach Schwefel und dann
sahen wir auch schon, wie die Schwefelschwaden aus den tiefen
Schluchten austraten. Alles war in Rauch verhüllt aber wir sahen
mit entsetzen die tote Stadt Plymouth, die einmal vor 10 Jahren
Hauptstadt der Insel war. Kein Baum oder Strauch, nur Lavadecken und
ausgebrannte Häuser. Es war so unheimlich, daß wir kein Wort
sprachen. Aber als Geographielehrer mal so etwas zu sehen, ist
einzigartig.
Auf dem Weg nach Süden hatten wir auch
lieben Besuch. Ein großer Vogel landete nach mehreren Versuchen auf
unserem Deck und ruhte sich aus. Komischer Weise hatte er keine
Angst, kam zu meiner Wasserschüssel gehüpft und knabberte mit
seinem Schnabel daran. Zu meinem großen Erstaunen ließ er sich von
mir streicheln.
Unser Weg nach Süden verlief ohne
Schwierigkeiten und ganz easy. Wir waren pünktlich zum Krantermin
da und nun ist unsere zuverlässige Juba auf dem Trockenen und macht
ihre verdiente Sommerpause.
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